Fahrgastpreis von PRO BAHN für die EUREGIO EGRENSIS und das EgroNet

Beim Bundesverbandstag des Fahrgastverbands PRO BAHN e. V. im Hofer Hauptbahnhof wurden die EUREGIO EGRENSIS und das EgroNet mit dem begehrten Fahrgastpreis 2026 geehrt – einer der wichtigsten Auszeichnungen im deutschen Öffentlichen Personennahverkehr. Die Jury würdigt damit den Aufbau und die beständige Weiterentwicklung des grenzüberschreitenden Nahverkehrssystems EgroNet, das in Europa seinesgleichen sucht. Das EgroNet hat im Jahr 2000 als ausgelagertes Projekt der EXPO 2000 erstmals Nahverkehr grenzüberschreitend mit einem (damals noch) Nicht-EU-Land organisiert. In dieser Anfangszeit begleitete und unterstützte die EUREGIO EGRENSIS die Entwicklung und Ausgestaltung des EgroNet. Die Idee des EgroNet geht auf den damaligen Landrat des Vogtlandkreises und langjährigen Vorsitzenden der EUREGIO EGRENSIS AG Sachsen/Thüringen Dr. Tassilo Lenk zurück. Im Jahr 2025 wechselte die Federführung für das EgroNet vom Zweckverband Öffentlicher Nahverkehr Vogtland (ZVV) zum Landkreis Wunsiedel i.F.. Präsident der EUREGIO EGRENSIS AG Bayern und Vorsitzender des EgroNet-Verbunds ist der Wunsiedler Landrat Peter Berek, der dazu erklärt: „Das EgroNet ist für mich mehr als ein Ticketsystem. Es ist vielmehr Bekenntnis zu einem nachbarschaftlichen Miteinander mit Tschechien und Sachsen/Thüringen, für welches eben auch die Mobilität eine zentrale und verbindende Rolle spielt."

Neben der EUREGIO EGRENSIS und dem EgroNet wurden beim Bundesverbandstag zwei weitere Preisträger geehrt: Das Sächsisch-Bayerische Städtenetz erhielt ebenfalls einen Bundespreis für sein langjähriges Engagement für die Elektrifizierung der Sachsen-Franken-Magistrale und deren elektrifizierte Anbindung nach Westböhmen. Einen weiteren Bundespreis erhielt der tschechische Schriftsteller Jaroslav Rudiš für sein literarisches Schaffen rund um das Thema "Bahn".

Stellvertretend für Peter Berek nahmen den Preis die Euregio-Präsidiumsmitglieder Eva Döhla und Thomas Ebersberger, EgroNet-Geschäftsführerin Anna Šulcová sowie der sächsische Euregio-Geschäftsführer Steffen Schönicke entgegen.