Aktuelle Informationen zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Bayern und Tschechien

1. Reiseinformationen Tschechien

1.1 Elektronische Vignetten in Tschechien ab dem 01.01.2021

Autobahnen in Tschechien sind bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Cheb - Karlovy Vary) mautpflichtig. Auch Fahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen benötigen dabei eine Vignette. Der Verkauf der bisherigen Klebe-Vignette wurde am 31. Dezember 2020 eingestellt. Bereits verkaufte Exemplare behalten aber ihre Gültigkeit. Die digitalen Vignetten (wahlweise für 10 Tage, 30 Tage oder ein Jahr) sind online über das Portal www.edalnice.cz verfügbar. Außerdem können sie an EuroOil-Tankstellen, bei tschechischen Postämtern sowie an speziellen Automaten an Grenzübergängen erworben werden. Laut Information des staatlichen tschechischen Vignettenbetreibers SFDI kann die Gültigkeit online erworbener Vignetten sofort nach dem Kauf beginnen.

1.2 Corona-Situation in Tschechien (aktualisiert 07.06.2021)

Die Infektionszahlen in Tschechien sind in den vergangenen Wochen deutlich gesunken. Die Tschechische Republik ist seit 06.06.2021 kein Risikogebiet mehr. Personen mit Wohnsitz in Bayern können sich ohne spezifische Gründe bis zu 24 Stunden in Tschechien aufhalten. Bei längeren Aufenthalten ist bei der Einreise das Mitführen eines negativen maximal 72 Stunden alten PCR- oder eines maximal 24 Stunden alten Antigen-Tests erforderlich. Bei diesen längeren Aufenthalten ist eine Einreiseanmeldung auf der Seite https://plf.uzis.cz/ erforderlich. Erstgeimpfte sind in der Regel ab dem 22. Tag nach ihrer Impfung von dieser Regelung ausgenommen. Personen mit Wohnsitz in Tschechien können sich unbegrenzt in Bayern aufhalten und sind lediglich an die für alle Personen mit Wohnsitz in Bayern geltenden Corona-Regeln gebunden. EU-Bürger, die in den letzten 180 Tagen an Covid-19 erkrankt und genesen sind, werden Geimpften gleichgestellt. Dafür muss folgendes Formular ausgefüllt werden: https://www.mzcr.cz/wp-content/uploads/2021/02/lekarske_potvrzeni_covid-19_medical_certificate.pdf .

Die Grenzkontrollen wurden am 14.04.2021 eingestellt, stichprobenartige Kontrollen können auf beiden Seiten der Grenze weiterhin durchgeführt werden.

Touristische Reisen nach Tschechien, die länger als 24 Stunden dauern, sind seit dem 01.06.2021 unter Auflagen wieder möglich. Tschechien nutzt ein Ampelsystem, das EU-Staaten nach dem aktuellen Corona-Risiko von grün (uneingeschränkte Einreise) bis rot (Einreise nur in Ausnahmefällen bzw. mit Test- und Quarantäneverpflichtung) klassifiziert. Deutschland ist orange eingestuft und gilt aus tschechischer Sicht als Gebiet mit mittlerem Risiko. Personen mit Wohnsitz in Deutschland müssen

1. ihre Einreise vor Grenzübertritt mit einem Online-Formular https://plf.uzis.cz/ dem regional zuständigen Hygieneinstitut anzeigen und die Bestätigung über die Absendung bei Grenzübertritt mit sich führen

2. einen maximal 24 Stunden alten Antigen-Test oder einen maximal 72 Stunden alten PCR-Test mitführen.

Darüber hinaus gelten in Tschechien, ähnlich wie in Bayern, verschiedene Kontaktbeschränkungen und Testverpflichtungen (z.B. regelmäßige Antigen-Tests an Schulen).

Notwendige Dienstreisen ins Nachbarland sind im Rahmen der Corona-Vorschriften möglich. Transitreisen durch Tschechien sind bis zu einer Dauer von 24 Stunden ohne Test und Quarantänepflicht erlaubt. Vorschriften dazu können sich kurzfristig ändern.

Die Gesundheitsämter in den Landkreisen mit Pendlerverkehren haben mobile Teststationen eingerichtet. Für den Grenzübergang Schirnding befindet sich diese direkt im Grenzbereich, für den Grenzübergang bei Waldsassen befindet sich die Teststation im ehemaligen Waldsassener Krankenhaus (Egerer Straße 30). Für den Landkreis Neustadt-Waldnaab wurde eine mobile Teststation in der Nähe des Grenzübergangs Waidhaus eingerichtet. Eine Online-Voranmeldung zum Test über die Seite https://corona.centogene.com/login kann mögliche Wartezeiten deutlich verkürzen. Auch Landkreise ohne direkte Straßen-Grenzübergänge nach Tschechien verfügen über mobile Teststationen, nähere Informationen geben die zuständigen Gesundheitsämter. Eine Liste der in Tschechien zuständigen regionalen Hygienestationen befindet sich hier https://koronavirus.mzcr.cz/en/important-phone-numbers/ .

Aufgrund der anhaltenden Pandemie-Lage können weitere Maßnahmen mit Auswirkung auf das Grenzgebiet nicht ausgeschlossen werden. Das Innenministerium der Tschechischen Republik gibt Änderungen der Rechtslage tagesaktuell auf seiner Internetseite www.mvcr.cz in tschechischer Sprache bekannt.

Die Industrie- und Handelskammern halten auf ihren Webseiten folgende Informationen und Dokumente (in deutscher Sprache) bereit, die ständig aktualisiert werden:

Auch die Rechts- und Konsularabteilung der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Prag hat die wichtigsten Informationen zu den Beschränkungen aufgrund des Coronavirus in der Tschechischen Republik zusammengefasst und aktualisiert die Darstellung fortlaufend.

2. Informationen für Empfänger von Fördermitteln aus dem INTERREG-Programm

Sofern bei laufenden Förderprojekten des Dispositionsfonds einzelne Aktivitäten aufgrund von Sicherheitsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus nicht durchgeführt werden können, sollte überlegt werden, bei der Geschäftsstelle einen Antrag auf Projektlaufzeitverlängerung zu stellen, um Maßnahmen zu einem späteren Zeitpunkt umsetzen zu können. Auch für weitergehende Fragen im Zusammenhang mit der Förderfähigkeit von Ausgaben, die in Verbindung mit der Absage von Aktivitäten entstanden sind, steht Herr Dietz von der Euregio-Geschäftsstelle zur Verfügung (Telefon: 09231-669 216 bzw. E-Mail: alexander.dietz(at)euregio-egensis.de).

Soweit Großprojekte von Absagen von Aktivitäten betroffen sind, empfiehlt sich die rechtzeitige Kontaktaufnahme mit dem Gemeinsamen Sekretariat des INTERREG-Programms bzw. der antragsbearbeitenden Stellen bei den Bezirksregierungen Oberfrankens und der Oberpfalz.

3. Videokonferenz-Systeme im Vergleich

Aufgrund der Corona-Pandemie sind persönliche Treffen, Besprechungen sowie Veranstaltungen aktuell nicht realisierbar. In Zeiten der Digitalisierung und der guten digitalen Ausstattung jedes Einzelnen, ist es dennoch möglich, in Kontakt und Austausch zu treten und dies auch grenzüberschreitend, aus dem Homeoffice oder von unterwegs. Die herausfordernde Zeit bietet auch Chancen und Möglichkeiten, neue Wege zu gehen und virtuelle Begegnungsformen zu testen und in den Arbeitsalltag zu integrieren. Die Euregio hat eine unverbindliche Übersicht relevanter Videokonferenz-Systeme erstellt, die dabei helfen kann, einen geeigneten Anbieter für die jeweiligen Bedürfnisse zu finden.

Die Übersicht ist eine subjektive Auswahl der Euregio-Geschäftsstelle und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.