Grenzüberschreitende Entwicklungsstudie fertig - Euregio stellt sich thematisch für die nächsten Jahre neu auf

Die EUREGIO EGRENSIS hat das Jahr 2020 u.a. dazu genutzt, sich inhaltlich und thematisch auf die Zukunft vorzubereiten, insbesondere mit Blick auf die kommende Förderperiode der Europäischen Union mit dem nächsten INTERREG-Programm für den bayerisch-tschechischen Grenzraum. Eine neue grenzüberschreitende Entwicklungsstudie liefert dafür die Grundlage. Sie wurde nun durch den Präsidenten der EUREGIO EGRENSIS Arbeitsgemeinschaft Bayern, Landrat Peter Berek, öffentlich vorgestellt.

Im Frühjahr des vergangenen Jahres wurde nach einer Ausschreibung der Auftrag für die Entwicklungsstudie an das Institut für Systemisches Management und Public Governance an der Universität St. Gallen mit dem Kooperationspartner Východočeská rozvojová s.r.o. (Ostböhmische Entwicklungsgesellschaft) aus Tschechien vergeben. Die Arbeit an der Studie wurde im Dezember abgeschlossen.

In diesem Zeitraum hat das Gutachterteam einschlägige Dokumente ausgewertet, die Rahmenbedingungen und Bedarfe in der Region analysiert, Experteninterviews auf beiden Seiten der Grenze durchgeführt, einen deutsch-tschechischen Workshop moderiert und nach mehreren, meist digital geführten Gesprächen mit der Euregio-Geschäftsstelle die Ausarbeitung vorgelegt.

Die Studie liefert eine Fülle an Themen und Projektansätzen für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, aber auch eine Struktur für das Selbstverständnis der Euregio sowie wichtige Anforderungen für interne und externe Rahmenbedingungen, damit die EUREGIO EGRENSIS weiterhin eine schlagkräftige regionalpolitische Organisation bleiben kann. Das herausgearbeitete Themenspektrum reicht dabei von Tourismus, über Umwelt und Klimawandel, Wirtschaftsentwicklung und Bildung, bis hin zu Behördenkooperation und Regionale Standortqualität. Aus diesem Katalog können nun grenzüberschreitende Aktivitäten und Projektkonstellationen abgeleitet oder Schlussfolgerungen beispielsweise für die zukünftige Kleinprojekteförderung gezogen werden.

Die Studie steht auch in tschechischer Sprache zur Verfügung.