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>> Tourismus, Verkehr > Radfernwege > Radfernweg Bayern-Böhmen > TourenbeschreibungTourenbeschreibung
Inhalt: Der Radwegführer enthält eine genaue Routenbeschreibung, detaillierte Karten im Maßstab 1:75.000, alle für Radfahrer wichtigen Infos zu den Orten entlang des Radweges Bayern-Böhmen und Reisetipps für Tschechien. Er ist ein idealer Begleiter im handlichen Taschenformat.
Weglänge:ca. 525 km. Es wird die Befahrung gegen den Uhrzeigersinn empfohlen.
StreckenchrarakteristikGrenzland-Radtour Überwundene Grenzen im Herzen Europas - dieses Motto könnte über dem EUREGIO-EGRENSIS-Radfernweg Bayern-Böhmen stehen. Er ist ein Folgeprojekt des im Jahr 2000 eröffneten EUREGIO-EGRENSIS-Radfernwegs Bayern-Thüringen-Sachsen-Böhmen, der mit einer Länge von 580 Kilometern den nördlichen Teil der EUREGIO EGRENSIS radtouristisch erschließt.Die nun ausgewiesene Route, die in Zusammenhang mit dem ADFC Landesverband Bayern und den Landkreisen entstanden ist, erkundet im Wesentlichen die nördliche Oberpfalz sowie die angrenzende Region um Tachov und führt damit durch eine von Grenzen geprägte Region. Hier griffen seit der Zeit der Völkerwanderung der Siedlungsraum slawischer und germanischer Völker ineinander und verwoben sich zu einer gemeinsamen Geschichte. Aufbruch nach Europa nach Jahren der Trennung Eine einschneidende Rolle spielte die bayerisch-böhmische Grenze in der jüngeren Vergangenheit: Nach dem 2. Weltkrieg wurde sie Teil des Eisernen Vorhangs, der die Welt in zwei politische Systeme teilte. Nach dem Zerfall des Kommunismus und der Öffnung der Grenzen steht die Region heute an der Schwelle zu einer neuen Ära: Die Erweiterung der Europäischen Union um die mittel- und osteuropäischen Nachbarländer birgt die Chance zu einer grenzfreien Zukunft in einem gemeinsamen Europa. Oberpfalz und Böhmen befinden sich im Herzen Europas. Mit ihrer Geschichte der überwundenen Grenzen können diese Regionen auch einen wichtigen Beitrag leisten zur regionalen Vielfalt in einem geeinten Europa.
StreckenbeschreibungIn ihrem südwestlichen Teil zwischen dem Fichtelgebirge und der bayerisch-böhmischen Grenze in Tillyschanz bei Eslarn verläuft die Route vielfach entlang von Flussläufen, führt also durch Tallagen oder leicht gewelltes Hügelland. Im Bereich von Fichtelnaab und Waldnaab wechselt die Route allerdings mehrmals die Talseite, was mit unvermeidlichen Anstiegen verbunden ist.Längere, zumeist jedoch eher sanfte Anstiege müssen auch in Kauf genommen werden, um auf die Höhen des Fichtelgebirges und des Oberpfälzer Waldes zu gelangen. In Tschechien führt die Radroute durch den hügeligen Nordteil des Böhmerwaldes. Auch wenn die Route insgesamt keine übermäßig hohen sportlichen Ansprüche stellt, so empfiehlt sich für ein komfortables Radeln doch eine Gangschaltung mit berggängigen Übersetzungen.
WegequalitätDie Strecke verläuft überwiegend auf verkehrsarmen Straßen und Wegen oder auf Radwegen, wobei die in die Route einbezogenen landwirtschaftlichen Wege und Forststraßen meist nicht asphaltiert sind. Die Tour eignet sich also nicht für Rennräder. Optimal ist ein Trekking- oder Reiserad mit nicht zu schmaler Bereifung, die auch auf nicht asphaltiertem Untergrund ein sicheres Fahren erlaubt.
Einteilung der RundrouteVorgegebener Ausgangsort des EUREGIO-EGRENSIS-Radwegs Bayern-Böhmen und gleichzeitig Anknüpfungspunkt an die bestehende Nordroute ist Bischofsgrün. Befahren werden kann der Radfernweg in beiden Richtungen und ist auch in beide Richtungen ausgeschildert. Die gesamte Route wurde in sieben größere Abschnitte (mit einer Länge zwischen 53 und 90 Kilometern) gegliedert. Diese Abschnitte haben die Länge einer sportlichen Tagesetappe, können aber selbstverständlich eigenständig in mehrere kleinere Teilabschnitte untergliedert werden.Bischofsgrün - Weiden (75,9 km) Die Route startet im Fichtelgebirge, das die europäische Wasserscheide bildet: Nach Westen sammelt sich das Wasser im Weißen Main, nach Norden in der Saale, nach Osten in der Eger und nach Süden hin in der Fichtelnaab. Startort ist Bischofsgrün, Knotenpunkt verschiedener Radfernwege. Von dort geht es um den Ochsenkopf herum nach Fichtelberg, in dessen Nähe die Fichtelnaab entspringt.
Auf dem Fichtelnaab-Radweg führt die Route hinaus aus dem Fichtelgebirge und durch den Steinwald nach Windischeschenbach. Dabei wird die Kontinentale Tiefbohrung berührt, ein geophysikalisches Forschungsdenkmal mit der größten Landbohranlage der Welt. Weiter geht’s westlich des Oberpfälzer Waldes auf dem Waldnaabtal-Radweg in Richtung Weiden, dem Zentrum der nördlichen Oberpfalz mit einer sehenswerten Altstadt. Weiden - Amberg (79,8 km) Südlich von Weiden verlässt die Route die Waldnaab und wendet sich entlang der Haidenaab nach Westen. In Weiherhammer verlässt sie den Haidenaab-Radweg und führt entlang der Bahnlinie Nürnberg-Weiden nach Freihung, wo sie die Vils erreicht. Auf dem Vilstal-Radweg geht es über Vilseck nach Hahnbach. Die Route schwenkt dann nach Westen, um Sulzbach-Rosenberg mit seiner reizvollen Altstadt und dem Schloss der Sulzbacher Grafen einen Besuch abzustatten. Von dort geht es auf dem Fünf-Flüsse-Radweg nach Amberg, der einstigen Hauptstadt der Oberpfalz. Der Landkreis Amberg-Sulzbach gehört zum Bayerischen Jura, den östlichen Ausläufern der Fränkischen Alb. Amberg - Schwandorf (89,3 km) Die Route verlässt die Amberger Altstadt über das ehemalige Landesgartenschaugelände und führt auf dem Schweppermann-Radweg nach Kastl mit seiner Klosterburg. Durch das idyllische Lauterachtal geht es über Hohenburg mit seiner Burgruine nach Schmidmühlen. Hier mündet die Lauterach in die Vils. Auf dem Fünf-Flüsse-Radweg geht es weiter nach Kallmünz, den malerischen Ort mit seiner Burgruine am Zusammenfluss von Vils und Naab. Damit ist der südlichste Punkt des EUREGIO-EGRENSIS-Radfernwegs Bayern-Böhmen erreicht.
Naabaufwärts führt die Strecke nun in nordöstlicher Richtung nach Burglengenfeld und weiter durch eine von zahlreichen Weihern und kleinen Seen geprägte Landschaft nach Schwandorf. Schwandorf - Schönsee (56 km) Auch die Landschaft nordöstlich von Schwandorf ist von zahlreichen Weihern und Seen geprägt. Auf dem Naabtal-Radweg erreicht die Route Schwarzenfeld, wo sie sich nach Osten wendet hinein in den Oberpfälzer Wald. Ab Zangenstein geht es auf einer stillgelegten Bahntrasse, die gerade zum Radweg umgebaut wird, nach Oberviechtach.
Bis zur endgültigen Fertigstellung des Bahntrassen-Radwegs kann die Staatsstraße als Alternativroute für evtl. noch fehlende Teilstücke dienen. Bereits abgeschlossen ist der Umbau der Bahntrasse von Pertolzhofen an Richtung Osten. Ab Pertolzhofen geht es so autofrei über Schneeberg durch das Aschatal nach Schönsee. Schönsee - Mariánské Lázně (Marienbad) (78,8 km) Von Schönsee geht es nach Norden, bis sich kurz vor Eslarn die Route nach Osten zur bayerisch-tschechischen Grenze wendet. Bei Tillyschanz wird diese überschritten und es geht durch ein ausgedehntes Waldgebiet nach Norden. Durch Hügelland erreicht die Route die schmucke einstige Kreisstadt Tachov (Tachau).
Von hier aus besteht die Möglichkeit auf einer Abkürzungsroute direkt nach d'ár (Brand) weiterzuradeln und so den Grenzübergang Griesbach auf kurzem Weg zu erreichen. Es lohnt sich aber, auf der Hauptroute über Planá nach Mariánské Lázně (Marienbad) weiterzufahren und diesem berühmten Badeort im Kaiserwald (Slavkovský les) einen Besuch abzustatten. Mariánské Lázně (Marienbad) - Waldsassen (75,2 km) Auf der tschechischen Radroute 361 und 36 geht es in südwestlicher Richtung zurück in Richtung Grenze. Ab hier decken sich die Routen des EUREGIO-EGRENSIS-Radfernwegs Bayern-Böhmen und des EUREGIO EGRENSIS-Radfernwegs Bayern-Thüringen-Sachsen-Böhmen, die sich wie in einer Acht aneinanderfügen. Der Streckenabschnitt Marienbad-Fichtelberg ist der gemeinsame Mittelteil in dieser Acht. Bei d’ár vereinigt sich die Hauptroute wieder mit der zehn Kilometer langen Abkürzung aus Richtung Tachov, um gemeinsam durch die Wälder auf die Grenze hinzuführen, die am autofreien Übergang Griesbach überquert wird. Mehr oder weniger parallel der Grenze geht es dann über die Höhen des nördlichen Oberpfälzer Waldes nach Neualbenreuth mit dem Sibyllenbad und weiter nach Waldsassen ins Stiftland. Waldsassen - Fichtelberg (54,5 km) Über Arzberg und Marktredwitz geht es in Richtung Fichtelgebirge. Bad Alexandersbad ist nach Marienbad und dem Sibyllenbad bei Neualbenreuth ein weiterer Kurort in dieser an heißen und kalten Mineralquellen reichen Region Europas. Einen landschaftlichen Höhepunkt in diesem Streckenabschnitt bildet die Luisenburg mit ihrer beeindruckenden Felsenwildnis. Als Teil des Kösseinemassivs gehört sie bereits zum Fichtelgebirge. Über Nagel geht’s dann nach Fichtelberg und zurück nach Bischofsgrün.
Sehenswürdigkeiten am Wegesrand (Auswahl)
Praktische TippsDie komplette Route ist in beiden Richtungen ausgeschildert. Auf bayerischer Seite ist die Wegweisung am Logo der EUREGIO EGRENSIS erkennbar, auf tschechischer Seite sind Radrouten generell nummeriert und einheitlich beschildert. Eine Anbringung des Logos der EUREGIO EGRENSIS auf den staatlich genormten Schildern war nicht möglich. Für das Gebiet Marienbad empfiehlt sich ergänzend die im Kompass Verlag erschienene Wander- und Radwanderkarte Marienbad und Umgebung, 1:50 000, Blatt 2018;Ein- und Ausreise
Deutsche Touristen können bis zu 90 Tage mit gültigem Personalausweis oder Reisepass nach Tschechien einreisen. Die Dokumente müssen noch eine Restgültigkeit von mindestens 3 Monaten aufweisen. Für Kinder unter 15 Jahren ist ein eigenes Reisedokument oder der Eintrag im Elternpass erforderlich. Bitte informieren Sie sich rechtzeitig vor der Reise über die aktuell geltenden Vorschriften zur Einreise nach Tschechien (z.B. unter Sprache
Deutschsprachige Touristen kommen in Hotels, Restaurants, Banken und Touristinformationen mit Deutsch oder Englisch weiter. Ein paar Worte Tschechisch sind aber hilfreich und eine Geste des guten Willens. Jedes Wort wird auf der ersten Silbe betont. Als Hilfe ist z. B. die Publikation Do kapsy – Für die Hosentasche von Tandem (Koordinierungszentrum deutsch-tschechischer Jugendaustausch) zu empfehlen. Weitere Informationen unter Verkehrsvorschriften Verkehrsregeln und Verkehrszeichen in der Tschechischen Republik gleichen denen der übrigen europäischen Länder. In Sachen Alkohol gilt auch für Radfahrer eine Null-Promille-Vorschrift.
Auf dem Fahrrad besteht für Kinder bis zum 15. Lebensjahr eine Helmpflicht. Bei Verkehrsunfällen mit Personenverletzungen und größerem Sachschaden besteht unverzüglich Meldepflicht bei der Polizei, landesweit Tel. 158.
Landesgrenze (Grenzübergänge)Achtung beim Grenzübertritt: Personalausweis unbedingt erforderlich! Bitte die Grenzöffnungszeiten beachten! Eslarn-Železná/Eisendorf (durchgehend), Grenzübergang für Radler u. Fußgänger Griesbach - d'ár/Brand (1.4.-30.9. 6-22 Uhr,1.10.-31.3. 8-18 Uhr) Grenzübergang für Radler u. FußgängerDie Routenausarbeitung, die Streckenbeschreibung und die Höhenprofile hat der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Landesverband Bayern e.V. erstellt. Die Fotos wurden von den Landkreisverwaltungen, Städten, Gemeinden, der Euregio Egrensis und dem ADFC zur Verfügung gestellt.
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