 |
 | gefördert von der Europäischen Union |
 | Träger des europäischen Sprachensiegels 2007 |
|
 |
>> Presse, Berichte > Pressemitteilungen > 19.10.2009
EUREGIO-EGRENSIS-Preis 2009: EUREGIO EGRENSIS ehrt grenübergreifendes Engagement
Greiz - Am vergangenen Samstag, dem 17. Oktober, fand im Unteren Schloss in Greiz die Verleihung der EUREGIO-EGRENSIS-Preise 2009 statt. Ausgezeichnet wurde aus dem bayerischen Teil der EUREGIO EGRENSIS Andreas Krainhöfner, Bürgermeister von Himmelkron im Landkreis Kulmbach von 1966 bis 2002, in Würdigung seines Engagements für die Kommunalpartnerschaft zwischen Himmelkron und Kynšperk nad Ohří (Königsberg an der Eger). Von der sächsisch-thüringischen Arbeitsgemeinschaft erhielt Ulrich Kunze vom Obervogtländischen Verein Innere Mission Marienstift Oelsnitz/Vogtland die Auszeichnung. Der Preisträger aus Böhmen ist Rudolf Chlad, der neben seinem Hauptamt bei der tschechischen Bergwacht im Erzgebirge mehrere ehrenamtliche Funktionen bekleidet.
Bereits zum 15. Mal hat die EUREGIO EGRENSIS die Preise für herausragendes Engagement in der grenzübergreifenden Zusammenarbeit verliehen. Doch der Blick zurück auf die Entwicklung der Zusammenarbeit im Vierländereck Bayern, Sachsen / Thüringen und Böhmen reichte an dem feierlichen Vormittag wesentlich weiter. In seiner Festansprache hat der Stadtarchivar von Zeulenroda-Triebes, Christian Sobeck, die rund 100 anwesenden Gäste auf eine historische Reise durch die vergangenen acht Jahrhunderte von Vogtland und Egerland genommen. Dabei machte er deutlich, dass die beiden Regionen wesentlich mehr als nur Nachbarschaft verbindet. Aus der historischen Perspektive seien sie vielmehr Schwestern, die sich lediglich unterschiedlich entwickelt haben. Dem Festvortrag von Christian Sobeck folgte die Vorstellung und Ehrung der Preisträger 2009.
Der Preisträger aus dem bayerischen Teil der EUREGIO EGRENSIS wurde vom stellvertretenden Präsidenten der Arbeitsgemeinschaft Bayern, dem Kulmbacher Landrat Klaus Peter Söllner, vorgestellt. Ausgezeichnet wurde der frühere Bürgermeister der Gemeinde Himmelkron, Andreas Krainhöfner. Er war unter den oberfränkischen Bürgermeistern einer der ersten, die sich kurz nach der Grenzöffnung Ende der 80er Jahre um Kontakte zu einer Kommune im Nachbarland bemühten. Mit der Partnerschaft zwischen Himmelkron und Kynšperk nach Ohři, die bis heute die einzige deutsch-tschechische Kommunalpartnerschaft im Landkreis Kulmbach ist, hat er Pionierarbeit in der EUREGIO EGRENSIS geleistet.
Der Präsident der sächsisch-thüringischen Arbeitsgemeinschaft der EUREGIO EGRENSIS, Landrat Dr. Tassilo Lenk, hat den sächsischen Preisträger, Ulrich Kunze, vorgestellt. Neben seinem großen Engagement als Geschäftsführer des Marienstifts in Oelsnitz für die Belange der Benachteiligten und Schwachen, hob Dr. Lenk die besonderen Verdienste Ulrich Kunzes um die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Tschechien hervor. „Vom ersten Tag an identifizierten Sie sich mit dieser großen und herausfordernder Aufgabe, die Sie auch bald bewog, den Blick über die Grenze nach Tschechien zu werfen. Die Zusammenarbeit der Kindertagesstätten aus Oelsnitz, Aš und Sokolov ist ihr Werk“, unterstrich Dr. Lenk in seiner Laudatio.
Besonderen Einsatz zeigt in seinem Hauptamt und Ehrenamt auch der Preisträger aus dem böhmischen Teil der EUREGIO EGRENSIS, Rudolf Chlad. Vorgestellt wurde er vom Präsidenten der böhmischen Arbeitsgemeinschaft der EUREGIO EGRENSIS, dem Bürgermeister der Gemeinde Halže, František Čurka, der besonders die Leistungen von Rudolf Chlad bei der Zusammenarbeit der sächsischen und böhmischen Bergwacht im Erzgebirge sowie bei der Kooperation der freiwilligen Feuerwehren von Boží Dar und Oberwiesenthal hervorhob. Rudolf Chlad hat sich stets dafür eingesetzt, dass die administrativen und rechtlichen Grenzen kein Hindernis darstellen, wenn es um die Rettung eines Menschenlebens geht.
|
 |
|