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>> Presse, Berichte > Pressemitteilungen > 22.10.2008
Regionalwahlen in Tschechien - Machtverhältnisse ändern sich grundlegend
Die Wahlen in der Tschechischen Republik am vergangenen Wochenende haben die politischen Verhältnisse im Nachbarland grundlegend verändert. Zur Abstimmung standen die Regionalparlamente sowie in einigen Regionen die Mitglieder des Senats als zweiter Kammer des Tschechischen Parlaments. Die auch national regierende ODS (Bürgerlich-demokratische Partei) musste dabei bei einer vergleichsweise hohen Wahlbeteiligung von knapp über 40 Prozent drastische Verluste hinnehmen zugunsten der oppositionellen ČSSD (Sozialdemokratische Partei).
In allen 13 tschechischen Regionen hat die ČSSD deutlich gewonnen, während die konservative ODS bisher 12 der 13 Regionspräsidenten stellte. In der benachbarten Region Karlsbad wurde der bisherige Regionspräsident JUDr. Josef Pavel abgewählt, Nachfolger wird voraussichtlich der Sozialdemokrat PaedDr. Josef Novotný. Den bisherigen Pilsener Regionspräsidenten MUDr. Petr Zimmermann (ODS) wird wohl die Sozialdemokratin MUDr. Milada Emmerová ablösen.
Bei den gleichzeitig stattfindenden Senatswahlen, die etwa auch den Wahlbezirk Cheb/Tachov (Eger/Tachau) betrafen, hat es ebenfalls Überraschungen gegeben: Miroslav Nenutil (ČSSD; Bürgermeister von Stříbro/Mies) und Ivo Mlátilík (Unabhängige; Bürgermeister von Františkovy Lázně/Franzensbad) treten in der Stichwahl am kommenden Wochenende gegeneinander an. MUDr. Jan Svoboda, Oberbürgermeister der Stadt Cheb/Eger, der aussichtsreich für die ODS als Senator kandidierte, konnte sich im ersten Wahlgang nicht durchsetzen und ist für die Stichwahl am kommenden Wochenende aus dem Rennen.
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