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>> Presse, Berichte > Pressemitteilungen > 26. April 2005

Eine eigene Zukunft zwischen drei Metropolregionen finden

von Michael Neubauer, Frankenpost
 
Franzensbad – In der lauter werdenden Diskussion um die Metropolregionen als künftige Entwicklungs- und Wachstumsmotoren muss sich die Euregio Egrensis um eine eigene kräftige Stimme bemühen. Einen ersten öffentlichen Versuch unternahm das grenzüberschreitende regionale Bündnis, das genau zwischen den geplanten Metropolregionen Nürnberg/Franken, dem Großraum Prag und dem Sachsendreieck (Dresden-Leipzig-Chemnitz) liegt, jetzt bei der Jahrespressekonferenz in Františkovy Lázně/Franzensbad.

Zwischen den hoch respektablen und doch etwas routinierten Berichterstattungen der Vorsitzenden aller drei Euregio-Egrensis-Arbeitsgemeinschaften Bayern, Böhmen und Vogtland/Westerzgebirge (Sachsen/Thüringen) war mehr oder weniger deutlich die Frage nach dem Schicksal des ländlichen Raumes zu vernehmen. Euregio-Gesamtvorsitzender Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer aus Plauen erinnerte auch daran, dass es dieses grenzüberschreitende Nachbarschaftsbündnis noch immer mit der einmaligen Voraussetzung zu tun habe, ein altes und zwei neue Bundesländer sowie ein neues EU-Mitgliedsland unter einen Hut bringen zu müssen. Wobei er hoffte, die Entwicklungsdefizite aus gemeinsamen Anstrengungen heraus doch leichter zu bewältigen sein werden. Einige Erwartungen setze man dabei unter anderem in die Behördenkooperation clara@eu.

Einen weiteren Schwerpunkt sprach die Präsidentin der bayerischen Euregio-Arbeits-gemeinschaft, die Marktredwitzer Oberbürgermeisterin Dr. Birgit Seelbinder an. Sie appellierte eindringlich an die Staatsregierungen und an die regionalen Abgeordneten aller Parteien und Parlamente, sich dafür einzusetzen, dass die Europäische Union nach Ablauf der derzeitigen Förderperiode im Jahr 2006 neue wirkungsvolle Programme für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bereitstellt.

Nach wie vor leide das tschechische Grenzland unter einer Benachteiligung bei der Mittelvergabe aus Prag, stellte Bürgermeister Václav Jakl aus Cheb/Eger beim Jahresbericht für die tschechische Arbeitsgemeinschaft fest. Bei einigen Verkehrsprojekten werde man deshalb sogar einen Planungsstopp verhängen müssen. Die enge Zusammenarbeit für die 2006 stattfindende grenzüberschreitende Gartenschau Marktredwitz/Cheb lobte Jakl ausdrücklich.

 
© 2006 Lars Vollmar