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>> Presse, Berichte > Pressemitteilungen > 13. Oktober 2003 EUREGIO EGRENSIS immer stärker gefragt - wie wird künftig gefördert? Interesse für Tschechien wächstVon Michael NeubauerWUNSIEDEL - Je näher der 1. Mai 2004 - der Tag der Ost-Erweiterung der Europäischen Union - heran rückt, desto spürbarer wächst das Interesse für das Nachbarland Tschechien. Für die EUREGIO EGRENSIS, die sich seit über zehn Jahren bemüht, Kontakte zu stiften und Wissen zu vermitteln, eine deutliche Bestätigung ihrer Arbeit, freute sich Dr. Birgit Seelbinder bei der Mitgliederversammlung der bayerischen Arbeitsgemeinschaft dieses Bündnisses für grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Dass andererseits die Bäume gerade angesichts der knappen Kommunalfinanzen nicht in den Himmel wachsen, zeigte im Sitzungssaal des Wunsiedler Landratsamtes der Appell der Euregio-Präsidentin in Richtung einiger Mitgliedsgemeinden, die aus Kostengründen den Austritt erwägen. Gemischte Aussichten also für die Vereinigung, die während des vergangenen Jahres erneut einen großen Vertrauensbeweis durch die bayerische Staatsregierung erhalten hat: Der Dispositionsfonds also die Finanzmittel, mit denen die EUREGIO EGRENSIS eigenverantwortlich grenzüberschreitende Projekte fördern kann wurde noch einmal aufgestockt und beträgt jetzt für den Zeitraum 2003/2004 insgesamt 500.000 Euro. Erfreut zeigte sich das Präsidium auch darüber, dass eine Prüfung durch die EU-Kontrolleure in der Geschäftsstelle in Marktredwitz grundsätzlich positiv verlaufen war. Große Zahl von Positiv-Punkten Die Geförderten bat Dr. Seelbinder in ihrer Jahresbilanz, die Verwendungsnachweise sehr sorgfältig im Sinne des europäischen Förderrechts zu führen. Das große Interesse an den wieder aufgenommenen Sitzungen verschiedener Arbeitskreise, verstärkte Öffentlichkeitsarbeit etwa durch den Euregio-Newsletter oder die erste Landkarte, die das gesamte Euregio-Gebiet zeigt, gehörten ebenso zu einer großen Zahl von Positiv-Punkten, wie die Aktion, in der sich die Mitgliedsgemeinden im Internet deutsch und tschechisch vorstellen. Lob gab es auch für die immer enger werdende Zusammenarbeit mit dem deutsch-tschechischen Informationszentrum IDOR, das im Marktredwitzer Ost-West-Kompetenzzentrum seinen Hauptsitz hat. Trotz aller Fortschritte sei es nach Überzeugung des Euregio-Präsidiums „immer noch eine vordringlich Aufgabe, die Menschen in unserer Region zusammen zu bringen, Verständnis für einander zu wecken und nach wie vor vorhandene Vorurteile auf beiden Seiten abzubauen“. Dass dies eine europaweite Aufgabe ist, betonte Euregio-Gesamtpräsident Karl Haberkorn. Der Tirschenreuther Landrat gehört dem Präsidium der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen (AGEG) an, die im November ihre Jahreskonferenz in Karlsbad halten wird. Dort werden Vertreter von rund 170 Grenzregionen erwartet. In Erwartung größerer Veränderungen in der Förderpolitik der EU nach der Erweiterung stieß der Bericht von Dr. Angelika Poth-Mögele auf besondere Aufmerksamkeit. Die Leiterin des Europabüros bayerischer Kommunen in Brüssel schärfte den Blick für einige Knackpunkte des derzeit von der Regierungskonferenz verhandelten Entwurfs für den Verfassungsvertrag. Besonders begrüßte sie, dass jetzt in Artikel 5 die kommunale Selbstverwaltung garantiert wird. Einerseits erwartete die Fachfrau, dass die bisherige EU-Förderkulisse erheblich gestutzt und Fördergebiete möglicherweise zugunsten von Projekt-Wettbewerben aufgegeben werden, andererseits werde es wohl weiter eine spezielle Förderung der Grenzregionen geben. Die Einblicke, die die Referentin in Brüsseler Strukturen gab, werden wohl so manchen Bürgermeister veranlassen, schleunigst Kontakt zu „seiner“ Vertretung in der EU-Hauptstadt aufzunehmen. Der Haushaltsplan der Euregio für das Jahr 2003, den Geschäftsführer Harald Ehm vortrug, beläuft sich auf insgesamt 968.300 Euro. In Form von Umlagen und Beiträgen tragen die Mitglieder dazu 114.380 Euro bei. Zu den eigenen Hauptprojekten gehören nach wie vor das Euregio-Gastschuljahr und auch die Erweiterung des Euregio-Radfernweges um eine Schleife durch den südlichen Bereich.
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