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>> Presse, Berichte > Pressemitteilungen > 07. Mai 2003

Bayern erhöht Dispositionsfonds für ostbayerische Euregios auf 200.000 Euro

Erfolgreiche Förderbilanz bei Kleinprojekten

MÜNCHEN / FREYUNG / MARKTREDWITZ - Bayern stockt die Dispositionsfonds für die beiden großen Euregios im bayerisch-tschechischen Grenzraum ab 2003 auf jährlich 200.000 Euro auf. Die beiden Fonds für die Euregio Egrensis und die Euregio Bayerischer Wald / Böhmerwald werden aus dem EU-Programm INTERREG III A gespeist. Mit dem Geld können die Euregios bis zu 25.000 Euro kostende Maßnahmen in Eigenregie fördern. Bislang umfasste der Topf für beide Euregios jeweils 125.000 Euro. "Gerade auch die kleineren Projekte tragen viel dazu bei, dass die grenzüberschreitende Kooperation verbessert und das sich gegenseitige Kennenlernen erleichtert wird", betonte Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu. Das sei vor allem im Hinblick auf die anstehende EU-Osterweiterung ungemein wichtig.

Mit seiner Entscheidung honoriert der Minister den Erfolg der vor eineinhalb Jahren neu geschaffenen, flexibleren Fördereinrichtung. Damals hatten nahezu alle Euregios in Bayern das Angebot Wiesheus angenommen, sich mit mehr Eigenverantwortung in die grenzüberschreitende Förderung einzubringen. Von der Euregio Egrensis und der Euregio Bayerischer Wald / Böhmerwald sind seitdem rund 300 Projekte wie zum Beispiel die Erstellung eines Masterplans für Tourismusmarketingprojekte in Franken, ein bayerisch-tschechisches Symposium zum Thema Medizin-Bäder-Wellness oder das kürzlich durchgeführte Rad-Event "rad total" im Donautal finanziell unterstützt worden. "Das neue Konzept hat voll eingeschlagen und die Erwartungen mehr als erfüllt. Es zahlt sich aus, dass wir Förderkompetenzen an die Euregios abgetreten und damit eine Win-win-Situation für die Regionen und den Freistaat erreicht haben", bemerkte Wiesheu.

Das INTERREG III A-Programm ist Nachfolger der INTERREG I und II-Programme aus den 90er Jahren. Es ist Bestandteil des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Damit können in den bayerischen Grenzregionen Projekte mit grenzüberschreitender Wirkung gefördert werden. Das Programm richtet sich in erster Linie an kommunale Gebietskörperschaften und andere öffentlich-rechtliche Träger. Alle geförderten Maßnahmen müssen mindestens zu 50 Prozent kofinanziert werden. Hierzu können Bundes-, Landes-, kommunale und erstmals jetzt auch private Mittel herangezogen werden. Das Programm läuft noch bis 2006. Für den bayerisch-tschechischen Grenzraum stehen insgesamt 65 Millionen Euro zur Verfügung. Seit Genehmigung des Programms durch die EU Mitte 2001 hat Bayern hiervon bereits rund 36 Millionen Euro für Projekte zwischen Hof und Passau zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen hierzu gibt es auch im Internet unter der Adresse www.interreg.bayern.de.

 
© 2006 Lars Vollmar