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Stadt Marktredwitz

Marktredwitz liegt im Dreiländereck Bayern-Böhmen-Sachsen. Zusammen mit der benachbarten Stadt Wunsiedel wurde Marktredwitz im bayerischen Landesentwicklungsprogramm als „Mögliches Oberzentrum“ eingestuft. Die 19.000 Einwohner zählende Stadt ist umgeben von der reizvollen Mittelgebirgslandschaft der Naturparke Fichtelgebirge und Steinwald und gehört dem Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge an. Das 50 km² große Stadtgebiet weist Höhenunterschiede von 482 m bis 660 m über dem Meeresspiegel auf.



Bäderstraße im Egerlandmuseum
- Auf 360 qm anschaulicher Einblick in die Geschichte und Kulturgeschichte des Egerlandes Museum neu konzipiert seit 2000
Zur Geschichte von Marktredwitz:
Um 1140 wird Marktredwitz, damals Redwitz, als Pfarrort Radevize erstmals urkundlich erwähnt, als nördlichste Pfarrei des Bistums Regensburg und Zentrum kirchlicher und siedlungspolitischer Erschließung. An der alten Handelsstraße Nürnberg - Eger gelegen, entwickelt sich der Ort unter dem Einfluss des Klosters Waldsassen zum Handelsplatz. Um 1341 wird Redwitz an die Reichsstadt Eger verkauft und bleibt bis zum Jahr 1816 reichsstädtisches Territorium. Im 14./15. Jahrhundert entwickelt sich der Markt mit Egerer Stadtrecht, Egerer Zollbedingungen und eingeschränkt städtischen Verwaltungsrechten in Form einer Magistratsverfassung zu einem urban strukturierten Gemeinwesen.

Um 1560 wird Redwitz etwa gleichzeitig mit der Reichsstadt Eger evangelisch und bleibt dies unter dem Schutz des Brandenburger Markgrafen auch nach der Rekatholisierung von Eger 1627. Der Dreißigjährige Krieg wütet in und um den Markt Redwitz und führt zu einer Erneuerung und Verstärkung des Mauerringes. Die Ereignisse dieser Zeit hat der Redwitzer Bürgermeister Georg Leopold in einer tagebuchartigen Chronik festgehalten. Um 1763 wird eine Egerer Garnison nach Redwitz verlegt. Für die ausnahmslos katholischen Soldaten lässt Kaiserin Maria Theresia eine Kirche bauen und stattet sie mit einem Geistlichen aus. Die 1777 fertig gestellte St. Theresienkirche wird katholische Mutterkirche für das protestantische Gebiet der Sechsämter.

Der Münchner Vertrag von 1816 beendet die jahrhundertelange Verbindung zwischen Redwitz und Eger. Redwitz wird Bestandteil des Königreichs Bayern. Die Anbindung an das bayerische Eisenbahnnetz 1877 integriert das Grenzstädtchen in Bayern und sorgt für einen gewaltigen Wirtschaftsaufschwung mit Ansiedlung zahlreicher neuer Industrien. Redwitz wächst auf die dreifache Größe an und wird 1907 nach bayerischem Recht unter dem Namen „Marktredwitz“ zur Stadt erhoben.

Nach 1945 brechen durch den „Eisernen Vorhang“ die angestammten Verbindungen nach Sachsen und Böhmen ab. Zahlreiche Heimatvertriebene vor allem aus Schlesien und Böhmen finden in Marktredwitz eine neue Heimat.

Marktredwitz heute:
Marktredwitz ist Sitz einer breit gefächerten Industrie, die von traditionellen Branchen bis hin zu moderner High-Tech-Produktion reicht. Als Einkaufsstadt für die Region, mit dem Kösseine-Einkaufs-Centrum, kurz KEC, und einer attraktiven Innenstadt, Versorgungszentrum im Gesundheitsbereich und Sitz zahlreicher Schulen, bietet Marktredwitz mit einem ansprechenden Kultur- und Freizeitangebot, regem Vereinsleben und groß angelegten Sportbereichen vielfältige Lebensqualität. Der geologischen Vielfalt in Marktredwitz wird durch die Außenstelle des Bayerischen Geologischen Landesamtes Rechnung getragen. Marktredwitz pflegt Städtepartnerschaften mit La Mure in Frankreich, Vils in Österrreich und Castelfranco Emilia in Italien. Gute freundschaftliche Kontakte bestehen zu den Städten Chichester in England, Eger in Tschechien, Bassano del Grappa in Italien und Swalmen in den Niederlanden.




Kösseine-Einkaufs-Centrum (KEC) mit Parkhaus - eröffnet im November 1999


Ost-West-Kompetenzzentrum - eingeweiht im
September 2001 (im Industriegebiet der Stadt Marktredwitz)
Als Sitz der Euregio Egrensis Arbeitsgemeinschaft Bayern ist Marktredwitz ein Zentrum der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im böhmisch-sächsisch-bayerischen Grenzraum. Die damit zusammenhängende Brückenfunktion zu Tschechien, die von Wirtschaft und Handel erkannt und gerne genutzt wird, bietet bedeutende Entwicklungschancen der Stadt für die Zukunft. Für den internationalen wirtschaftlichen Austausch mit dem künftigen EU-Mitglied Tschechien bietet das neu errichtete Ost-West-Kompetenzzentrum Marktredwitz grenzüberschreitende Dienstleistungen in den Bereichen Rechtsberatung, Steuerfragen, Unternehmensberatung, Finanzen und Sprachdiensten, um nur einige zu nennen. Die gute Verkehrsanbindung spricht außerdem für den Standort Marktredwitz.

Sowohl Schiene wie Straße bieten von und nach allen vier Himmelsrichtungen gut ausgebaute und leistungsfähige Verbindungen. Besonders zu erwähnen ist hier die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Bundesautobahn A 93. Die nicht weit entfernten Regionalflughäfen Hof-Plauen und Bayreuth runden die Verkehrsinfrastruktur ab.

Weitere Informationen sind erhältlich bei:
Stadt Marktredwitz, Hauptamt, Egerstraße 2, 95615 Marktredwitz
Telefon 09231/501-0, Telefax 09231/501174
E-Mail: stadt@marktredwitz.de, Internet: www.marktredwitz.de


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