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Stadt Amberg
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Amberg - eine liebenswerte Stadt
1994 Oberzentrum, 1995 Fachhochschulstadt, 1996 Kongressstadt und Landesgartenschau - Ambergs jüngste Geschichte zeigt: Es tut sich was in der „heimlichen Hauptstadt der Oberpfalz“. Heimliche Hauptstadt? Ja, die Ambergerinnen und Amberger schmücken sich gerne mit diesem Attribut, das auf die Stadtgeschichte verweist. Denn bis 1810 war die an dem Flüsschen Vils gelegene Stadt tatsächlich die Hauptstadt der „heroberen Pfalz“, erst seit dieser Zeit trägt das rund 70 Kilometer entfernte Regensburg diesen Titel. |
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Der Hochzeitsbrunnen am Amberger Marktplatz |
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Leben und Arbeiten in Amberg
Doch die etwa 44 000 EinwohnerInnen lieben ihre Stadt auch so. Es macht ihnen Freude, hier zu leben. Vor allem angesichts der rasanten Entwicklung, die Amberg in den letzten Jahren erfahren hat. Aus dem verträumten Städtchen ist eine aufstrebende Kommune geworden, die ihren Platz in der Oberpfalz selbstbewusst behauptet. Auch wenn sie nach wie vor mit Strukturproblemen zu kämpfen hat, denn der notwendige Wandel von der ehemaligen Montan- in eine moderne Dienstleistungs-gesellschaft ist noch lange nicht abgeschlossen.
Die Stadt arbeitet jedoch mit Feuereifer daran, diesen Umstrukturierungsprozess voranzutreiben. So ist nicht nur am Rande der Altstadt ein neues Dienstleistungszentrum im Wachsen, auch in den Außenbereichen der insgesamt 50 Quadratkilometer Fläche umfassenden Stadt sind mehrere neue Gewerbegebiete entstanden. Auch die 1995 eröffnete Fachhochschule stärkt die wirtschaftliche Entwicklung Ambergs. Sie hat in den Fachbereichen Elektrotechnik und Maschinenbau / Umwelt-technik die aktuellen Studiengänge Software-Systemtechnik und Patentingenieurwesen sowie Multimediatechnik im Angebot. Dadurch begünstigt sie die Ansiedlung von High-Tech-Betrieben und trägt zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit auf internationalen Märkten bei.
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Ein ebenso großes Anliegen ist es, den hier Berufstätigen und ihren Familien ein schönes Zuhause bieten zu können. Deshalb wurden in den vergangenen Jahren sowohl zahlreiche Wohnungen errichtet als auch große Baugebiete für Bauwillige ausgewiesen. Dabei half auch die Truppen-reduzierung kräftig mit, denn in Amberg wurden zwei Kasernen von Soldaten geräumt. Während in der ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Kaserne die neue Fachhochschule und ein regionales Fernsehstudio einzogen, wurde die Ritter-von-Möhl-Kaserne zu einem neuen Wohngebiet.
Doch auch innerhalb der Stadtmauer, die Amberg einst zur „festesten Fürstenstadt“ machte und der Altstadt wegen ihrer ovalen Form den Namen „Amberger Ei“ eintrug, gibt es wunderschöne Wohn-quartiere. Dies ist zum einen der Tatsache zu verdanken, dass Amberg von den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges weitgehend verschont blieb. Zum anderen, dass im Zuge der Altstadtsanierung viele dieser historischen Häuser mit Gespür und Verantwortungsbewusstsein wieder in Stand gesetzt wurden und werden.
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Stadtbrille |

Das Amberger Rathaus |
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Kultur und Freizeit in der Vilsstadt
Zudem ist die Innenstadt von einem Parkanlagenring umgeben. Dieser bereits bemerkenswert hohe Grünanteil wird durch den nahegelegenen Mariahilfberg und das jetzt als Naherholungsgebiet genutzte Areal der Landesgartenschau 1996 weiter ergänzt. Letzteres schließt sich im Süden direkt an den Stadtmauerteil an, der das 1417 begonnene Schloss mit dem Zeughaus verbindet und wegen der beiden sich im Vilswasser spiegelnden Rundbögen den Namen „Stadtbrille“ erhalten hat. Ebenfalls in diesem Bereich befindet sich das Kurfürstenbad mit seinen Attraktionen und das Amberger Congress Centrum. Nur ein Stückchen weiter vilsabwärts gelangt man zum Amberger Sportzentrum, wo Interessierte zahlreiche Sportarten ausüben können. Am bekanntesten ist sicherlich die Adresse des Tennisclubs am Schanzl.
Ein ausgedehntes Radwegenetz, interessante Kinderspielplätze in allen Stadtteilen und gute Einkaufsmöglichkeiten tragen außerdem ihren Teil dazu bei, die ausgezeichnete Wohnqualität zu gewährleisten. Aber auch Kunst und Kultur werden in Amberg groß geschrieben. Ein anspruchsvolles Theater- und Konzertprogramm, zwei Museen, eine vielfältige Jugendszene, deren Mittelpunkt das Jugendzentrum im „Alten Klärwerk“ darstellt, sowie eine Vielzahl von Ausstellungen und Veranstaltungen sorgen dafür, dass in Amberg immer etwas los ist. Darüber hinaus ist die Vilsstadt nicht nur für ihr Bergfest, sondern auch für weitere Festivitäten und Märkte bekannt.
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Amberg, die tausendjährige Stadt
Die Wurzeln dieses modernen Amberg liegen jedoch schon ungefähr 1000 Jahre zurück. Im Jahr 1034 wurde „Ammenberg“ erstmals urkundlich erwähnt, tatsächlich dürfte es bereits im 8. oder 9. Jahrhundert eine erste Ansiedlung gegeben haben. Im 12. Jahrhundert als Handelsplatz von Bedeutung, verdankte Amberg seinen wirtschaftlichen Aufstieg dem Eisenerzabbau sowie der Weiterverarbeitung des Roheisens in zahlreichen Hammerwerken. In der Mitte des 13. Jahrhunderts kam die Stadt an die Wittelsbacher. Herzog Rudolf I. bestätigte 1294 das Stadtrecht, das dem Ort von dessen Vater, Herzog Ludwig II., verliehen worden war.
Größter Förderer von Amberg war jedoch Ludwig der Bayer, der 1317 durch das von ihm gestiftete Bürgerspital den Anstoß zur Stadterweiterung gab. Trotzdem kam Amberg im Hausvertrag von Pavia 1329 an die pfälzische Linie des Hauses Wittelsbach und wurde zum Hauptort der „heroberen Pfalz“. Im 16. Jahrhundert führte die Reformation zu religiösen und politischen Spannungen. 1628 kehrte Amberg zu Kurbayern zurück, daraufhin leitete Maximilian I. unverzüglich die Rekatholisierung ein. 1715 wurde Amberg Garnisonstadt. 1801 eröffnete in der 1796 aufgelassenen Münze eine Gewehrfabrik, die sich bald zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelte.
Zu den Vermächtnissen dieser Geschichte gehören eine Vielzahl interessanter Bauwerke, auf die Ambergerinnen und Amberger mit Stolz verweisen. Beispiele dafür sind das gotische Rathaus und die Basilika St. Martin, die zusammen mit der ehemaligen Ratstrinkstube und einer Zeile von Bürger-häusern dem Marktplatz sein typisches Aussehen verleihen. Von herausragender Bedeutung sind auch der älteste landesherrliche Repräsentationsbau, das „Klösterl“, und die gegenüber liegende „Alte Veste“, die Regierungskanzlei mit ihrem wunderschönen Erker und zwei weitere Sakralbauten: die im 11. Jahrhundert errichtete, von Johann Baptist Zimmermann „barockisierte“ Georgenkirche sowie die Wallfahrtskirche Mariahilf, die mit Fresken von Cosmas Damian Asam ausgestattet ist.
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Basilika St. Martin |
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